Das musikalische Talent des 1659 in London geborenen Henry Purcell zeigte sich sehr früh. Schon als kleiner Junge sang er in der Chapel Royal, wo er später als Chorassistent Arbeit fand. Sein kurzes Leben – er wurde nur 36 Jahre alt - war geprägt von einer außerordentlich umfangreichen kompositorischen Tätigkeit. Berühmt wurde Purcell vor allem durch zahlreiche Kompositionen für das Theater. Diese Schauspielmusik diente dazu, die gesprochenen Texte durch Instrumental – und Ballettmusik miteinander zu verbinden und die Handlung zu illustrieren. Eines dieser für die Theaterbühne entstandenen Stücke ist die „Chaconne in g-moll“. Ein achttaktiges, in Violoncelli und Kontrabässen vorgestelltes Thema dient als Grundlage für das ganze Stück. Während dieses „Ostinato“ nahezu unverändert wiederholt wird, variieren die hohen Streicher ihr musikalisches Material. Vor allem seine Solokonzerte für nahezu sämtliche Instrumente machten Antonio Vivaldi, geboren 1678 in Venedig, bekannt. Eines dieser Konzerte, die allesamt der traditionellen barocken Satzfolge schnell – langsam – schnell folgen und die häufig für verschiedene Instrumente bearbeitet wurden und Komponisten wie Johann Sebastian Bach zur Transkription anregten, ist das Konzert für Gitarre und Orchester in D- Dur. Der Titel „Palladio“ von Karl Jenkins geht zurück auf den großen Renaissance-Baumeister Andrea Palladio, dessen
Baukunst seit dem 16. Jahrhundert Venedig und seine Umgebung prägte. Seine Kirchen und Paläste waren an antiken Baumustern orientiert und sollten später die Architektur des Barock vor allem in Frankreich und England entscheidend beeinflussen. Die einzige von Henry Purcell vollständig durchkomponierte Oper „Dido and Aeneas“ ist wohl sein bekanntestes Werk.
In der Oper wird die Geschichte des trojanischen Helden Aeneas erzählt, der auf seiner Irrfahrt in Afrika strandet und dort Dido, der Königin von Karthago, begegnet. Wie auf der Opernbühne nicht anders möglich, entflammen die beiden in großer Liebe zueinander. An seine Pflicht in der Heimat gemahnt, verlässt Aeneas Dido. Enttäuscht und verletzt stimmt sie ihren Klagegesang an, bevor sie sich das Leben nimmt. „Lost Paradise“ von Andreas N. Tarkmann entstand in einer ersten solistischen Streicherversion bereits im Jahre
1995. Es war Teil der Theatermusik für das Stück „Salamander“ von Rolf Christian Schröder, das in diesem Jahr im Schauspielhaus Hannover aufgeführt wurde. Wie im Theaterbetrieb nicht unüblich, fand das Stück jedoch im Verlauf des Probenprozesses aus dramaturgischen Gründen keine Verwendung. Es begann daraufhin ein musikalisches Eigenleben zu führen und wurde immer wieder in einer Quartettversion zur Aufführung gebracht. „Lost Paradise“, das
in einer eigens für das Kammerorchester Metzingen neu arrangierten Orchesterversion entstand, basiert zunächst auf einer im Moment entstandenen musikalischen Idee, die mit minimalistischen Mitteln fast im Stile einer Filmmusik die Farben des Streichorchesters effektvoll einsetzt. Der Franzose Eric Satie (1866 – 1925) ist als besonders humorvoller Komponist bekannt. Viele seiner Klavierstücke sind wie witzige Karikaturen, die sich mit den Regeln des akademischen Musikbetriebs satirisch auseinander setzen. Astor Piazzolla wurde 1921 in Mar del Plata in Argentinien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Als er vier
Jahre alt war, zog die Familie nach New York, um dort in der Zeit von Prohibition und Mafia ihr Glück zu versuchen. Piazzolla sagt später, dass er „...mehr in den Straßen herumhing als in die Schule zu gehen...“ und dass seine „...musikalische Welt immer mehr der Jazz um Duke Ellington und Cab Calloway “ wurde. Johannes MonnoIm Alter von sechs Jahren entdeckte Johannes Monno die Gitarre für sich. Er erhielt zunächst Unterricht bei Michael Simon und bei Wilfried Halter. Von 1989–1990 studierte er bei José Tomas in Alicante / Spanien. Anschließend setzte er sein Studium an der Kölner Musikhochschule bei Hubert Käppel und Konrad Junghänel fort. Meisterkurse bei Alberto Ponce, Angelo Gilardino, Oscar Gighlia, Thomas Müller-Pering, Costas Cotsiolis, Roberto Aussel, Leo Brouwer und Manuel Barrueco gaben wertvolle Impule. Johannes Monno erhielt erste Preise bei diversen nationalen und internationalen Wettbewerben. 1995 folgte eine Publikation über die Barockgitarre (tree – edition, München) die sich mit der Geschichte, den Komponisten und der Spielweise des Instruments auseinandersetzt. Neben seiner solistischen Karriere interessiert ihn vor allem die vielfältigen kammermusikalischen Möglichkeiten der klassischen Gitarre und der Barockgitarre. Feste Partner sind der Tenor Wilfried Jochens, der Flötist Arnim Klüser und der argentinische Charangist Diego Jascalevich. Er produzierte mehrfach für den HR, WDR und BR. Konzerte führten ihn bislang nach Spanien, Portugal, Österreich, Island, Italien, Japan und Neuseeland. Eine besondere Bereicherung war stets die Arbeit als Continuospieler mit Barockgitarre und Theorbe. Im Jahr 1996 erhielt er ein Stipendium vom DAAD, das ihm einen Studienaufenthalt bei Costas Cotsiolis in Athen/Griechenland ermöglichte. Seine Studien schloss Johannes Monno 1998 mit dem Konzertexamen ab. Als einer der erfolgreichsten Gitarristen der jüngeren Generation erhielt Johannes Monno bereits im Jahr 1999 eine Professur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Im Jahre 2003 folgte der Ruf nach Frankfurt und ein Jahr später nach Stuttgart, wo er nun an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst eine eigene Gitarrenklasse betreut. Andrej Moulin1958 in Moskau geboren, begann er als 6-Jähriger das Bajan-Spiel. Es folgten Studien bei Prof. Kommissarov und Prof. Muntjan an der Gnessin- Musikakademie in Moskau. Bis 1992 war er Dirigent des Sowjetischen Staatsensembles
für Volksinstrumente Moskau, konzertierte mit diesem Ensemble und als Solist in zahlreichen Städten der ehemaligen UdSSR, im ehemaligen Jugoslawien, in Polen und Ungarn und widmete sich darüber hinaus Kompositionsstudien. 1989 wurde seine Komposition "Zwischen Abend und Mitternacht" als Pflichtstück für den Internationalen Akkordeonwettbewerb in Moskau ausgewählt. Gereon Müller, geboren 1968Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Nach erfolgreichem Abschluss des Musikstudiums Studium der Philosophie und Germanistik sowie Weiterbildungen in Hospitationen und Meisterkursen auf dem Gebiet der Chor– und Orchesterleitung.
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