 | Guiseppe Verdi (1813-1901) arr. Andreas Tarkmann
„Verdiana“ für Mezzosopran und Kammerorchester - Preludio
- Il Poveretto
- Deh, pietoso, oh Addolorata
- Brindisi
- In solitaria stanza
- Lo spazzacamino
- Ad una stella
- L´esule
Von den meisten Komponisten existieren neben den Werken, die ihren Ruhm begründen, auch sogenannte Gelegenheitskompositionen. Diese oft äußerst liebenswürdigen Werke entstanden häufig aus Gefälligkeit für Freunde oder aber als Liebesbeweise für wohl meistens nicht erhörte Leidenschaften. Auch Bewerbungen, Dankesbezeugungen für akademische Ehrungen (etwa Brahms´ „Akademische Festouvertüre“ und Haydns
„Oxfordsymphonie“) oder schlichte Stilübungen und Entwürfe für später Bedeutendes waren oft der Grund für dieses „Nebenschaffen“. Nicht selten handelt es sich dabei um Ausflüge in andere, gelegentlich „triviale“ Werkgattungen (wie etwa Schönbergs Kabarett-Lieder), und nicht selten wurde dieses von der Nachwelt oder sogar dem Komponisten selbst als Fehltritt oder -wenn zeitlich möglich- als Jugendsünde abgetan. Interessant ist weiterhin die
Tatsache, daß die großen Meister hier auch für Instrumente bzw. Instrumentenkombinationen geschrieben haben, die sich sonst ihrer kompositorischem Aufmerksamkeit entziehen. Wie auch immer, Interpreten, Musikwissenschaftler und Publikum sind heute eher froh über diese vermeintlichen „Sünden“: offenbaren doch diese Werke neben der (schon bekannten) kompositorischen Meisterschaft ihrer Schöpfer auch häufig Menschlich-Liebenswürdiges. Der
Humor eines Beethoven („Duett für zwei obligate Augengläser“) oder Mendelssohn-Bartholdys („großes Duett für Dampfnudel oder Rahmstrudel“ op.113) wäre von der ernsten Seite ihres Schaffens wohl ganz verschüttet worden. Giuseppe Verdis „Composizione da camera“ gehören zweifellos in die Kategorie solcher Gelegenheitskompositionen. Geschrieben in den Jahren 1838 bis 1845, also noch vor seinen größten Erfolgen, handelt es sich bei diesen
„Composizione da camera“ um etwa 20 Vokalkompositionen, die Verdi in einer schlichten Fassung für Stimme und Klavier notiert hat. Dies hat gelegentlich zu der Annahme geführt, Verdi hätte Kunstlieder italienischer Färbung in der Tradition eines Schubert, Schumann oder Loewe komponiert. Ein genauerer Blick auf die Verdi-„Lieder“ kann sich dem aber nicht anschließen: zum einen ist es die ausgeprägt opernhafte Geste im Vokalpart, die den Rahmen eines
Kunstlieds deutlich sprengt, zum anderen unterschreitet die eigentümlich primitive Behandlung des Klaviers als reines Begleitinstrument das Niveau eines anspruchsvollen Kunstlieds in diesem Punkt bei weitem. Und da die Lieder auch formal sehr an den Opernkomponisten Verdi erinnern, verstärkt sich nun der Eindruck, diesen Kompositionen im falschen „Gewand“ zu begegnen. Es scheint wie bei einem schlecht sitzenden, zu engen Kleidungsstück: Größe,
Weite, Farbe und Stoffe müßten verändert werden, damit der Träger – und in diesem Fall das vermeintliche Lied – seine richtige Schönheit offenbaren kann. Und an diesem Punkt setzt die Instrumentation der „Composizione da camera“ an. Es geht dabei nicht darum, Verdi zu korrigieren oder zu verbessern (was wohl zu recht als anmaßend empfunden werden könnte), vielmehr ist es der Versuch, seine „Lieder“ behutsam in ihr eigentliches Genre, nämlich
das einer Opernarie zu übertragen um dann zu hören und zu entscheiden, ob dieser Weg einer nachträglichen Bearbeitung sinnvoll erscheint. Für einen Komponisten, der sich dieser Arbeit ein paar Generationen später annimmt, ein spannender Prozeß, wobei die grundsätzliche Frage, wie Verdi wohl bei einer Übertragung und Instrumentation dieser Kompositionen vorgegangen wäre, von entscheidender Bedeutung ist. Da den Opernpartituren Verdis eine
klangliche Opulenz nicht abzusprechen ist, finden sich in der nun instrumentierten Fassung der „Composizione da camera“ neben den im Original etwas spartanisch anmutenden Begleitfiguren vor allem Ergänzungen melodischer Art. Auch der Arientyp mit obligatem Begleitinstrument, den Verdi zum Beispiel im „Maskenball“ oder „Macht des Schicksals“ so eindrucksvoll pflegt, konnte in der „Nachbearbeitung“ berücksichtigt werden. Überhaupt ist es
erstaunlich, wie gut das neue, opulentere Gewand zu den Verdi-„Liedern“ paßt: unscheinbare Stellen verwandeln sich in Passagen großer Schönheit wie sie später in „La Traviata“ oder im „Troubadour“ zu finden sind, die Gesangsstimme scheint sich nun in einem adäquat-instrumentalen Rahmen zu bewegen, der zur Verdischen Melodik paßt und mehr vokale Entfaltung zuläßt, die Instrumente treten jetzt in einen Dialog mit der Gesangsstimme und
geben dadurch dem musikalischen Geschehen wichtige Impulse – alles Kriterien, wie sie in den Opernpartituren Verdis zu finden sind. Das Endergebnis dieser aufregenden Beschäftigung mit den „Composizione da camera“ ist ein Zyklus von sieben Arien (nicht jedes der Lieder verträgt eine Übertragung) mit einem einleitenden Konzertsatz aus den „Lombardi“. Mit der kammermusikalischen Besetzung der Instrumentation soll die ursprüngliche Herkunft dieser
schönen Gelegenheitskompositionen verdeutlicht werden. Prof. Andreas N.Tarkmann Zurück zum Seitenanfang Liedtexte italienisch | Liedtexte deutschÜbersetzung Claudia M. Ghezzi in Marihart | |
2. Il Poveretto Passeger, che al dolche aspetto Par che serbi un gentil cuor, Porgi un soldo al poveretto Che da mon digiuno è ancor. Fin da quando era figliuolo Sono stato militar E pugnando pel mio suolo Ho trascorso e terra e mar; M or che il tempo su me pesa, or che forza più non ho, Fin la terra che ho difesa, La mia patria m’obliò. Passeger, che
al dolce aspetto Par che serbi un gentil cuor, Porgi un soldo al poveretto Che da mon digiuno è ancor, un soldo. | 2. Der Arme Fußgänger, du siehst so sanft aus, als hättest du ein gutes Herz, schenk dem Armen
einen Groschen, weil er heute noch nichts gegessen hat. Von Kindesbeinen an war ich Soldat; für meine Heimat kämpfend habe ich Länder und Meere durchquert. Aber jetzt, wo die Zeit auf mir lastet, jetzt, wo ich keine Kraft mehr habe, seit ich das Land verteidigte, bin ich meiner Heimat verpflichtet. Fußgänger, du siehst so sanft aus, als hättest du ein gutes Herz, schenk dem Armen einen Groschen, weil er heute noch nichts gegessen hat, einen
Groschen! Zurück zum Seitenanfang | 3. Deh, pietoso, oh Addolorata Johann Wolfgang Goethe Luigi Balestri Deh, pietoso, oh Addolorata, china il guardo al mio
dolore; Tu, una spada fitta in core, Volgi glócchi desolata Al morente tuo figliuol. Quelle occhiate, sospir vano Lassù al padre e son preghiera Che il suo tempri ed il tuo affanno. Come a me squarcin le viscere Gl’insoffribili miei guai e dell’ansi petto i palpiti Chi comprendere può mai? Di che trema il cor? Che vuol? Ah! tu sola il sai, tu sol! Sempre, ovunque il passo io giro, Qual martiro, qual martiro Qui nel sen porto con
me! Solitaria appena, oh, quanto Verso allora, oh, quanto pianto E di dentro scoppia il cor. Sul vasel del finestrino La mia lacrima scendea Quando all’alba del mattino Questi fior per te cogliea, Chè del sole il primo raggio La mia stanza rischiarava E dal letto mi cacciava Agitandomi il dolor. Ah, per te dal disonore, Dalla morte io sia salvata, Deh, pietoso al mio dolore China il guardo, oh Addolorata! |
3. Ach neige, du Schmerzensreiche Johann Wolfgang von Goethe Luigi Balestri
Ach neige, du Schmerzensreiche, Dein Antlitz gnädig meiner Not! Das Schwert im Herzen, Mit tausend Schmerzen Blickst du auf deines Sohnes Tod. Zum Vater blickst du, Und Seufzer schickst du Hinauf um sein - und deine Not. Wer fühlet, Wie wühlet. Der Schmerz mir im Gebein? Was mein armes Herz hier banget, Was es zittert, was verlanget, Weißt nur
du, nur du allein! Wohin ich immer gehe, Wie weh, wie weh, wie wehe Wird mir im Busen hier! Ich bin, ach! kaum alleine, Ich wein, ich wein, ich weine, Das Herz zerbricht in mir. Die Scherben vor meinem Fenster Betaut ich mit Tränen, ach! Als ich am frühen Morgen Dir diese Blumen brach. Schien hell in meine Kammer Die Sonne früh herauf, Saß ich in allem Jammer In meinem Bett schon auf. Hilf! rette mich von Schmach und Tod! Ach, neige, Du
Schmerzensreiche, Dein Antlitz gnädig meiner Not. Zurück zum Seitenanfang | 4. Brindisi (2. Versione) Andrea Meffei Mescete mi il vino! T solo, o bicchiero, Fra gaudi terreni
non sei menzognero, Tu, vita de’ sensi, dolcezza del cor. Amai, m’infiammaro due sguardi fatali; Credei l’amicizia fanciulla sez’ali, Follia de’ prim’anni, fantasma illusor. Mescete mi il vino, dolcezza del cuor. L’amico, l’amante col tempo ne fugge; Ma tu non paventi chi tutto distrugge; L’eta non t’offende, t’accresce virtù. Sfiorito l’aprile, caduto le rose, Tu sei che n’allegri le
cure noiose; Sei tu che ne torni la gioia che fu. L’età non t’offende, t’accresce virtù. Chi meglio risano del cor le ferite? Se te non ci desse la provvida vite, Sarebbe immortale l’umano dolor. Mescele mi il vino! Tu solo, o bicchie ro, Fra gaudi terreni no sei menognero, Tu, vita de’ sensi, dolcezza del cor. | 4. Trinklied (2. Fassung) Andrea Maffei Schenkt mir den Wein ein! Du allein, o Glas, bist unter den irdischen Freuden kein Lügner, du Lebensgeist, du Labsal des Herzens. Ich liebte, zwei fatale Augen entflammten mich; glaubte, dass die Liebe ein Kind ohne Flügel, Tollheit der Jugend, ein trügerisches Hirngespinst sei. Schenkt mir Wein ein, das Labsal des Herzens. Der Freund, der Geliebte flieht mit der
Zeit; aber fürchte dich nicht vor demjenigen, der alles zerstört; das Alter verletzt dich nicht, denn du wirst tugendhafter. Der Frühling ist verblüht, die Rosen sind gefallen, du lachst über lästige Sorgen; du kehrst zu früheren Freunden zurück. Das Alter verletzt dich nicht, denn du wirst tugendhafter. Wer heilt besser die Wunden des Herzens? Wenn du nicht Lebensaussichten gäbst, wäre der menschliche Schmerz unsterblich. Schenkt mir Wein ein! Du
allein, o Glas, bist unter den irdischen Freuden kein Lügner, du Lebensgeist, du Labsal des Herzens. Zurück zum Seitenanfang | 5. In solitaria stanza Jacobo Vittorelli In
solitaria stanza Langue per dolglia atroce; Il labbro è senza voce, Senza respiro il sen, Come in deserta aiuola Che di rugiade à priva, Sotto alla vampa estiva Molle narcisso svien. Io, dall’affanno oppresso, Corro per vie rimote E grido in suon che puote Le rupi intenerir: Salvate, o Dei pietosi, Quella beltà celeste; Voi forse non sapreste Un’altra Irene ordir. | 5. Im einsamen Zimmer Jacobo Vittorelli Im einsamen Zimmer schmachtet er in wildem Schmerz; den Lippen entweicht kein Laut, die Brust ist ohne Atem, wie im verwüsteten Beet, das ohne Tau ist, unter sommerlicher Glut die zarte Narzisse verglüht. Ich, vom Schmerz gebeut, laufe ich durch belebte Straßen und schreie so laut, dass die Felsen erweichen: Rettet,
oh gnädige Götter, diese himmlische Schönheit; ihr wisst vielleicht nicht, wie man eine andere Irene gewinnt. Zurück zum Seitenanfang | 6. Lo spazzacamino S. M. Maggioni
Lo spazzacamin! Sopn d’aspetto brutto e nero, Tingo ognun che mi vien presso Sono d’abiti mal messo, Sempre scalzo intorno io vo. Ah! di me chi sia più lieto Sulla terra dir non so. Spazzacamin! Signori, signore, lo spazzacamin Vi salva dal fuoco per pochi quattrin. Signori, signore, lo spazzacamin! Io mi levo innanzi al sole E di tutta la cittade. Col mio grido empio le strade e nemico alcun non ho. Ah! di me chi sia più lieto Sulla
terra dir non so. Spazzacamin! Signori, signore, lo spazzacamin Vi salva dal fuoco per pochi quattrin Signori, signore, lo spazzacamin! Talor m’alzo sovra i tetti, Talor vado per le sale; Col mio nome i fanciulletti Timorosi e quieti io fo. Ah! di me chi sia più lieto Sulla terra dir non so. Spazzacamin! Signori, signore, lo spazzacamin Vi salva dal fuoco per pochi quattrin. Signori, signore, lo spazzacamin! |
6. Der Schornsteinfeger S. M. Maggioni Der Schornsteinfeger! Ich sehe hässlich und schwarz aus und schwäre jeden, der mir nahe kommt; Mein Anzug sitzt schlecht, und ich laufe stets barfuß herum. Ach, wer auf der Welt glücklicher ist als ich, kann ich nicht
sagen. Schornsteinfeger! Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger schützt euch vor dem Feuer für ein paar Groschen. Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger! Ich bewege mich im Sonnenschein und in der ganzen Stadt. Mein Ruf füllt die Straßen, und Feinde habe ich nicht. Ach, wer auf der Welt glücklicher ist als ich, kann ich nicht sagen. Schornsteinfeger! Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger schützt euch vor dem Feuer für ein paar Groschen.
Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger! Mal erhebe ich mich über die Dächer, mal gehe ich durch die Häuser; Mein Name macht Kinder ängstlich oder ruhig. Ach, wer auf der Welt glücklicher ist als ich, kann ich nicht sagen. Schornsteinfeger! Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger schützt euch vor dem Feuer für ein paar Groschen. Ihr Herren und Damen, der Schornsteinfeger! Zurück zum Seitenanfang | 7. Ad una stella Andrea Maffei Bell’astro della terra, Luce amorosa e bella, Come desia quest’anima Oppressa e prgioniera Le sue catene infrangere, Libera a te volar! Gl’ignoti
abitatori Che mi nascondi, o stella, Cogl’angeli s’abbracciano Puri fraterni amori, Fan d’armonie cogl’angeli La spera tua sonar. Le colpe e i nostri affanni Vi sono a lor segreti, Inavvertite e placidi Scorrono i giorni e gli anni; Nè mai pensier li novera, Nè li richiama in duol. Bell’astro della sera, Gemma che il ciel allieti, Come alzerà quest’anima Oppressa e prigioniera Dal suo terren carcere Al tuo
bel raggio il vol! | 7. An einen Stern Andrea Maffei Schöner Erdenstern, liebliches, schönes Licht, Wie sehr wünscht sich diese Seele, die unterdrückt und eingekerkert ist, ihre Ketten zu sprengen und frei zu dir zu fliegen! Die namenlosen Bewohner, die du versteckst, oh Stern, umarmen die Engel in reiner brüderlicher
Liebe und lassen zusammen mit den Engeln deine Zuversicht erklingen. Die Schicksalsschläge und unsere Kümmernisse sind ihnen verborgen, unbemerkt und friedlich vergehen Tage und Jahre, es zählen keine Erinnerungen und keine Schmerzen. Schöner Abendstern, erheitere den Himmel, so wie diese Seele sich aufschwingt, die, unterdrückt und eingekerkert, aus ihrem irdischen Kerker zu dienem schönen Strahl fliegt. Zurück zum Seitenanfang | 8. L’esule Temistocle Solera Vedi! Ia bianca luna Splende sui colli; la notturna brezza Scorre leggera ad increspore il vago Grembo del queto lago. Perchè, perchè sol
io Nell’ora più tranquilla e più soave Muto e pensoso mi starò? Qui tutto È gioia; il ciel, la terra Di natura sorridono all’incanto. L’esule solo è condannato al pianto. Ed io pure fra l’aure native Palpitava d’ignoto piacer. Oh, del tempo felice ancor vive La memoria nel caldo pensier; Corsi lande, deserti, foreste, Vidi luoghi olezzanti di fior; M’aggirai fra le danze e le feste, Ma compagno ebbi sempre il
dolor. Or che mi resta? ...togliere alla vita Quella forza che misero mi fa. Deh, vieni, vieni o morte, a chi t’invita E l’alma ai primi gaudi tornerà. Oh, che allor le patrie sponde Non saranno a me vietate; Fra quell’aure, su quell’onde Nudo spirto volerò; Bacerò le guance amate Della cara genitrice Ed il pianto all’infelice Non veduto tergerò. |
8. Der Verbannte Temistocle Solera Sieh! der helle Mond leuchtet über die Berge; die nächtliche Brise weht sanft und kräuselt den ruhigen See. Warum bin nur ich in dieser ruhigen und linden Stunde so stumm und gedankenvoll? Hier ist alles Freude; Himmel und Erde lächeln über den Zauber der Natur. Nur der Verdammte ist verurteilt zum Weinen. Auch in meiner
Heimat bebte ich oft vor unbekannter Freude. Ach, aus glücklichen Zeiten lebt noch die Erinnerung in warmen Gedanken; Wiesenpfade, Wüsten, Wälder und Plätze voll duftender Blüten sah ich, ich lebte zwischen Tänzen und Festen, aber mein Begleiter war stets der Schmerz. Was bleibt mir nun? ...außer dem Leben seine Kraft nehmen, die es mir Unglücklichen macht. Ach, komm, oh Tod, zu dem der dich einlädt, und die Seele wird zu den früheren Freuden
zurückkehren. Hoffentlich werden mir die heimatlichen Gestade einst nicht verwehrt werden; dorthin auf diese Wellen wird sich mein Geist schwingen; ich werde die geliebten Wangen meiner teuren Mutter küssen, und dann werden die heimlichen Tränen des Unglücklichen versiegen. |
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